TIPP VON LARS WACHS, NABU
Saubere Löcher: Die Löcher müssen nach der Bohrung an den Wänden komplett frei von abstehenden Holzsplittern sein. Holzsplitter stellen eine Gefährdung der empfindlichen Flügel der Bienen da. Unsaubere Löcher werden daher meist gar nicht erst besiedelt.
Lochtiefe: (10 cm) Mindestens 6 cm, je tiefer, desto mehr Brutzellen können die Bienen hintereinander anlegen, außerdem legen die Bienen vor der ersten Brutzelle je nach Platz eine Leerzelle an, diese dient zum Schutz vor Vogelfraß, sodass in einer tiefen Zelle selbst bei aufgepickter Abdeckung die Brut meist vollständig überlebt.
Bohrung quer zur Faser: Die Löcher müssen quer zur Faser gebohrt werden. Dies hat zwei Gründe: zum einen bietet das Fasersystem eine natürliche Belüftung der Brutzellen, sodass Schimmel vorgebeugt wird, der zum Tod der Brut führen würde. Zum anderen verringert sich die Gefahr von nachträglichen Rissen in den Gängen, die die Löcher unbrauchbar machen würden und ggf. eine innliegende Brut zerstören. Aus dem gleichen Grund sollten die Löcher nicht zu eng nebeneinander gebohrt sein, ein Mindestabstand von ca. der doppelten Lochgröße ist sinnvoll.
Lochgrößen: generell gibt es Bienen die 2-9 mm große Löcher besiedeln, wobei die kleinen und großen Löcher eher selten besiedelt werden. Daher konzentrieren wir uns auf die mittleren Größen (3, 4 und 6 mm) die von den meisten Arten angenommen werden.
Holz: verwendet wird ausschließlich hartes abgelagertes Laubholz. Auf keinen Fall darf Nadelholz verwendet werden! (Verharzung)
Verzicht auf unnützen Krempel: Tonziegel, Stroh, Kieferzapfen, Feste Tonwände etc. sind weitgehend unnütz für Wildbienen (im schlimmsten Fall fördern sie sogar Fressfeinde).