Bei einer wunderbaren Führung reisten wir durch verschiedene Epochen. Leben möchte man unter den damaligen Bedingungen und all ihren Härten aus heutiger Perspektive wohl nicht mehr unbedingt. Trotzdem lässt sich erahnen, dass die Menschen schon damals – und nicht zuletzt aus wirtschaftlicher Notwendigkeit – großen Wert auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit alltäglicher Dinge legten. Ähnliches galt für Lebensmittel, die möglichst vollständig und umsichtig verwertet wurden, statt achtlos im Müll zu landen. Das alles geht einher mit einer Wertschätzung der Dinge, die sich beim Betrachten der Gegenstände, Häuser und Werkzeuge bis heute erkennen lässt.
Natürlich müssen wir uns davor hüten, diese Zeiten zu romantisieren. Aber wir können und sollten uns durchaus fragen: Waren manche Dinge damals vielleicht doch besser gemacht? Ist es wirklich notwendig, langlebige, reparierbare und ressourcenschonende Dinge und Techniken gegen vermeintlich zeitsparende, moderne Hightech-Produkte einzutauschen? Nur um uns ein bisschen Mühe zu ersparen oder einer Mode zu folgen? Dabei denke ich vor allem an den privaten Haushalt, in dem Zeit nicht zwangsläufig Geld ist.
Der Quirl auf dem Bild soll sinnbildlich für die vielen vermeintlichen Helferlein in unseren heutigen Haushalten stehen, die uns das Leben sicherlich angenehmer machen. Nur: Ist der Preis, den wir für dieses bisschen Bequemlichkeit zahlen, wirklich gerechtfertigt? Was meint ihr? Kennt ihr auch Dinge aus früheren Zeiten, die es sich lohnen könnte, wieder aus der Mottenkiste zu holen? 💚 / MF