Der Fuchs
Foto: Louis Daab
Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) gehört zur Familie der Hundeartigen und ist die in Europa am häufigsten verbreitete Wildhundart, wobei der Rotfuchs die einzige in Mitteleuropa verbreitete Fuchsart ist und daher von uns meist nur als Fuchs bezeichnet wird.
Merkmale und Sinneswahrnehmung:
Dabei hat der Rotfuchs eine charakteristische rot bis braune Fellfarbe, einen buschigen Schwanz, eine hervorstehende Schnauze, sowie typische leicht eckige Ohren. Der Rotfuchs verfügt außerdem über einen hervorragenden Geruchs- und Hörsinn, sowie Augen, die besonders viel Restlicht aufnehmen können und somit bestens für die Nahrungssuche in der Dämmerung und Nacht ausgelegt sind.
Lebensraum und Nahrung:
In unseren Breiten lassen sich Rotfüchse in den verschiedensten Lebensräumen auffinden, dazu zählen natürlich jegliche Waldungen, aber auch offene Wiesenlandschaften, Ackerland oder Hecken.
Der Fuchs ist ein Allesfresser. Nahrungsquellen können hierbei Mäuse, Insekten, Aas oder wie bekannt kleine Nutztiere, wie beispielsweise Hühner oder Enten sein.
Auch Früchte dienen als Nahrung. Des Weiteren kann ein Rotfuchs auch Jungtiere oder geschwächte Individuen des Feldhasen oder Rehs erbeuten.
Füchse regulieren somit die Mäusepopulationen und dienen als Gesundheitspolizei, indem sie Aas vertilgen und geschwächte bzw. kranke Tiere erbeuten.
In den letzten Jahren zieht es den Nahrungsopportunisten auch zunehmend in Siedlungen, da hier durch menschliche Abfälle ein großes Nahrungsangebot vorhanden ist. Diese Füchse werden häufig als Stadtfüchse bezeichnet.
Ein Fuchsrüde, der im Mai auf einer Wiese am Rand einer Waldung beobachtet werden konnte. Man kann hier trotz einer schwer möglichen Unterscheidung zwischen Fähe und Rüde davon ausgehen, dass es sich um einen Rüden handelt, da sich die Fähen zu dieser Zeit noch hauptsächlich bei den Jungen im Bau aufhalten. Foto: Louis Daab.
Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen:
Die Paarungszeit der Füchse, die sogenannte Ranz, liegt in den Wintermonaten, wobei der Rüde (männlicher Fuchs) von Dezember bis März befruchtungsfähig ist, die Fähe (weiblicher Fuchs) allerdings nur für wenige Tage im Januar oder Februar. In dieser Zeit lassen sich Rüden häufig auch tagsüber auf ihren Wanderungen beobachten, da sie auf der Suche nach paarungsbereiten Fähen sind.
Im April bis März, nach einer Tragzeit von etwa 50 Tagen gebiert die Fähe etwa vier bis sechs Junge, die zunächst noch blind sind und danach ca. 24 Tage lang gesäugt werden.
Nach dieser Zeit erhalten die Jungfüchse feste Nahrung, die von der Fähe, sowie dem Rüden zunächst noch in den Bau geschleppt wird. Die Jungen können nach etwa 5 Wochen das erste Mal vor dem Bau oder auch auf kleinen Erkundungsausflügen mit der Fähe beobachtet werden. Im Juli bis August lösen sich die nun fast ausgewachsenen und bereits selbstständigen Jungfüchse von der Mutter. Danach suchen sie sich ein eigenes Revier.
Bauanlage:
Rotfüchse beziehen meist einen typischen Erdbau, wobei dieser meist an Feldrändern mit Hecken oder in lichten Waldungen zu finden ist. Der Bau kann dabei aber auch mit anderen Raubtieren, wie zum Beispiel dem Dachs geteilt werden, da eine solche Bauanlage ein komplexes Tunnelsystem, sowie mehrere Ausgänge besitzt. Auch verlassene Dachsbauten werden gerne von Füchsen bezogen.
TEXT UND FOTOS: LOUIS DAAB