Der optimale Zeitpunkt für den Mistelschnitt liegt im Winter und reicht bis in den März hinein. Empfohlen wird, befallene Äste etwa 30 bis 50 cm unterhalb der Mistel zurückzuschneiden. Der Schnitt sollte dabei auf einen geeigneten Ast abgeleitet oder direkt an der Basis am Astkragen ausgeführt werden.
Bei starken Ästen (über 8 cm Durchmesser), Leitästen sowie an der Stammverlängerung werden Misteln in der Regel nur herausgebrochen, um größere Schnittwunden zu vermeiden. Zwar treibt die Mistel nach dem Herausbrechen meist erneut aus, dennoch wird der Baum spürbar entlastet, gewinnt an Vitalität und die weitere Ausbreitung wird verlangsamt. Das setzt jedoch vorraus, dass die Misteln regelmäßig im Abstand von wenigen Jahren immer wieder entfernt werden. Nach dem Herausbrechen dauert es in der Regel drei bis vier Jahre, bis die Mistel wieder fruchtet und sich dadurch erneut vermehrt.
Bei sehr starkem Befall lassen sich größere Schnittwunden nicht immer vermeiden. In solchen Fällen ist eine individuelle Abwägung notwendig, um dem Baum möglichst viel zusätzliche Lebenszeit zu erhalten.
Da die meisten betroffenen Bäume eine erhebliche Höhe aufweisen, sind eine sorgfältige Einschätzung der Stand- und Bruchsicherheit sowie eine geeignete Sicherung im Baum wichtig, um Unfälle zu vermeiden.
Mistelaktion Frühjahr 2023
Mistelentfernung im Zeitraffer
Mistelaktion am 19.03.2022
Mistelaktion am 12.02.2022 in Rimhorn
Bei bestem Wetter haben wir östlich von Rimhorn in der nähe vom Friedhof einige alte Bäume von Misteln befreit.
Mistelaktion am 16.01.21 in Rimhorn
8 Helfer aus Rimhorn und Höchst beseitigten Misteln auf 30 Bäumen.